Enrico Strzis ist einer von 14 Absolventen des Berufsbildungsbereiches
Parchim/Spornitz · 14 Absolventen des Berufsbildungsbereiches (BBB) der Lewitz- Werkstätten erhielten jetzt während einer feierlichen Veranstaltung in Parchim ihre Zertifikate. Diese bescheinigen den Frauen und Männern ihre erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Die meisten von ihnen konnten in den vergangenen zwei Jahren für sich herausfinden, wo ihre Stärken, Vorlieben und Interessen liegen.
Wichtig für das weitere Arbeitsleben ist auch das erworbene Wissen darüber, wann die Grenze der eigenen Belastbarkeit erreicht ist und wie man mit Überforderungssituationen umgeht.
Eine wichtige Hilfe dabei war die professionelle und einfühlsame Begleitung von Betreuern und Bereichsleitern. Das kann auch Enrico Strzis bestätigen.
Der 50-Jährige hatte es 2017 schon einmal versucht in der Werkstatt Fuß zu fassen. Doch in Parchim war es ihm zu laut und wuselig. Viele Menschen und der mit ihnen einhergehender Trubel belasteten ihn sehr. Er musste abbrechen. Vor zwei Jahren versuchte der ruhige Parchimer es mit einem erneuten Anlauf über den BBB – und entdeckte „Grünkram” in Spornitz für sich.
„Hier ist es schön ruhig, nicht so groß und auch persönlicher als anderswo”, beschreibt Enrico Strzis seinen Arbeitsplatz. In den vergangenen Monaten hat er in Theorie und Praxis zum Beipiel viel über Pflanzen und Gartenwerkzeuge gelernt. Es macht ihm hier richtig Spaß und die Abwechslung und Vielfalt der Aufgaben legen sich ihm nicht aufs Gemüt. „Wir fertigen hier Dekos zu Weihnachten und Ostern an oder bewässern draußen die Pflanzen”, erzählt Enrico Strzis. Gerade im Sommer ist ordentlich zu tun. „Wenn Schnittblumen geliefert werden, beschneiden wir sie und bereiten sie zum Verkauf vor.” Erfrischend ist auch der Kundenkontakt, wenn es Arbeiten im Verkaufsladen zu erledigen gilt.
Enrico Strzis freut sich, dass er den passenden Platz für sich gefunden hat.
In der Freizeit verbringt er gern Zeit mit seiner Verlobten. Er mag gute Geschichten, aber zum Lesen fehlt ihm die Konzentration. Deshalb hat er Hörbücher für sich entdeckt. Auch kreativ möchte er weiter tätig sein. „Demnächst werde ich versuchen, Steine zu bemalen.”
Im zweiten Versuch hat es geklappt



