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Lewitz-Sound: Wir spielen nicht „nur so”!

Um halb zwei geht´s los, wie an jedem Mittwoch. Dann kommen Pascal, Isi und die anderen zu ihrem Lieblingstermin: Bandprobe.

Sie verteilen Stühle in dem großen Raum, Flachsereien fliegen hin und her, und bald sind die ersten Gitarrenakkorde von Annett Rehbohm und Detlef Neupauer zu hören. Das Lied zum Stimme-Aufwärmen: „Bestes Leben“ von der Band Silbermond. Da wird nicht gezögert, sofort sind alle dabei. Und auf ihren Gesichtern liegt ein Lächeln.

Gruppenbild Lewitz-Sound

Gut 20 Mitglieder zählt die Truppe normalerweise, auch wenn nicht immer alle da sind. Ganz hinten im Raum sitzen fünf Männer auf ihren Cajons, Rhythmusinstrumenten, die wie Kisten aussehen. Einer von ihnen ist Christian Schläger.

Christian Schläge sitzt auf einem selbstgebauten Cajon

Für ihn war Musik schon immer wichtig. Als er 13 war, kam das Schlagzeug in sein Leben, inzwischen spielt er auch Gitarre – „für ein paar Lieder am Lagerfeuer reicht`s“, schmunzelt er. Tagsüber arbeitet er als Heilerziehungspfleger in der Betriebsstätte Ludwigslust. Seit es die Musikgruppe „Lewitz-Sound“ gibt, kann er sein Hobby sogar im Beruf ausleben. Angefangen hat alles mit der Cajon. Christian Schläger war auf die Idee gekommen, in der Werkstatt eine Trommelgruppe mit fünf oder sechs Leuten zu gründen. „Wir haben die Cajons selbst gebaut und mit ein paar Rhythmen zu üben – das war gar nicht so einfach.“ Aber er hat auch ein echtes Talent entdeckt.

Im Advent 2014 zogen seine Kollegen mit ihren Schützlingen aus der Fördergruppe durchs Haus und verbreiteten Freude mit Weihnachtsliedern. Schnell zeigte sich, dass die Cajons als Begleitung perfekt dazu passten. Und schon bald hatte sich herumgesprochen, dass die Musikanten nicht „nur so“ spielten, sondern „dass es sich nach was anhört“, wie Schläger es nennt. Seitdem spielen sie als Gruppe „Lewitz-Sound“ zusammen.

Lewitz-Sound bei einem Auftritt

Für Christian Schläger ist Musik eine Möglichkeit, alle Emotionen einfach rauszulassen – sie ist Begeisterung, Entspannung, manchmal sogar Aggressionsabbau. „Manche Menschen erreicht man über Musik eher als über Gespräche“, hat er erlebt. „Einige in der Band haben sich richtig geöffnet.“ Immer wieder möchten neue Leute dazukommen.

Lewitz-Sound bei einem Auftritt

Über die Jahre ist die Gruppe „Lewitz-Sound“ schon auf Stadtfesten und anderen Veranstaltungen aufgetreten, natürlich auch bei den Sommerfesten der Lewitz-Werkstätten. Das Repertoire reicht von den Songs der „Toten Hosen“ oder der „Ärzte“ über Klassiker wie „Marmor, Stein und Eisen“ bis zu Weihnachtsliedern. „Lewitz Sound“ probt fleißig weiter. Denn die nächsten Auftritte stehen schon fest im Kalender …