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Gute Zeiten, schlechte Zeiten


       27.08.2019 - Dirko Schröder steht mit beiden Beinen im Leben und ist ein Vorbild für seine Kollegen
Parchim. Abends, zehn nach halb acht. Dirko Schröder hat eine feste Verabredung. Jeden Tag. Er trifft die charismatische Bankerin Rosa Lehmann und den flippigen Jonas Seefeld. Aber auch Philip Höfer, der seit seinem Unfall nicht mehr als Arzt praktiziert. Auch mit den Familien Moreno, Flemming und Gerner hat er täglich zu tun. Vor dem Fernsehgerät.

Die Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten” gehört für den 49-Jährigen zum Tag wie Essen und Trinken oder das Gespräch mit seinen Kollegen auf der Arbeit in seinem Domino-Dorf „Ikea”. Das heißt so, weil hier wöchentlich viele Tausend Führungsschienen für Tischschubladen verpackt werden, die an die große schwedische Möbelfirma verschickt werden und Bestandteil des Tisches „Malm” sind, der auf der ganzen Welt verkauft wird. 
Darauf ist Dirko Schröder stolz. Genauso wie auf alles, was er sich so aufgebaut hat. Doch fangen wir seinen Tag doch erst einmal an ...
Der Wecker klingelt 6.30 Uhr. Der Tag beginnt mit dem Gang in die Küche. Ohne Kaffee geht gar nichts. Dann duschen, anziehen. 
Dirko Schröder hat sich seine Zweiraum-Wohnung spartanisch aber zweckmäßig eingerichtet. Seit zwei Jahren wohnt er nun in Grebbin. Als seine Mutter ins Pflegeheim musste, war eine eigene Wohnung die beste Lösung für ihn. Der Kontakt zu ihr ist weiterhin innig.
7.10 Uhr steht der Kleinbus des Fahrdienstes vor der Tür. „Hallo” und „Guten Morgen”. Sehr viel wird nicht gesprochen. Manche haben noch Schlaf in den Augen.
Arbeitsbeginn ist pünktlich um 8 Uhr. Dirko Schröder gehört in der Verpackung und Montage zu den alten Hasen. Obwohl er nie eine Schule besucht hat, nicht Lesen und Schreiben kann und die Welt der Zahlen für ihn ein vermintes Gebiet ist, hat er in seinem Wirkungsbereich den Überblick. Wenn er den Arbeitstisch verlässt und im Lager arbeitet, hilft ihm dort zum Beispiel ein Farbsystem beim Sortieren und Auseinanderhalten der Paletten.
Von Gruppenleiter Hendrik Liebenow wird der eher zurückhaltende Mitarbeiter gelobt: „Dirko hat eindeutig eine Vorbildfunktion. Er ist überall einsetzbar, hilft gern Schwächeren und kommt mit allen gut klar.”
Fähigkeiten, die Dirko Schröder bereits seit frühester Kindheit halfen. Zuhause waren da noch drei Brüder und vier Schwestern, einige älter als er, einige jünger. Der Vater starb früh. Eine seiner Schwestern ist heute seine Betreuerin und hilft ihm unter anderem beim Umgang mit Behörden, beim Zahlungsverkehr und beim Einkauf.  
Mit 16 arbeitete Dirko im Kuhstall. Doch der Betrieb ging pleite. Der junge Mann musste sich umschauen. 
Seit 2003 ist Dirko Schröder nun bei den Lewitz-Werkstätten im Gewerbegebiet Möderitzer Weg beschäftigt. 
15.30 Uhr - Feierabend. Der Bus wartet. Bereits eine Viertelstunde später beginnt Dirkos zweites Leben. Nach einer Tasse Kaffee geht es in seinen Garten. Nein, es sind zwei! In einem baut Dirko Radieschen, Möhren, Zwiebeln und Gurken an. Der andere ist ausschließlich für Kartoffeln reserviert. Und obwohl er über alles in der Welt Pommes mit Schnitzel oder auch Schweinshaxe mag, kommt auch alles aus seinen Gärten auf den privaten Speiseplan. 
Da ist dann noch das Fischen. Als Mitglied im Anglerverband kann er in allen Teichen der Umgebung Karpfen aus dem Wasser ziehen ...
Nach der Gartenarbeit wird geduscht, das Abendbrot steht an. Das muss fix gehen, denn „seine” erste Vorabendserie beginnt kurz nach sieben über den Bildschirm zu flimmern. Sie ist jeden Tag jedoch nur die Einstimmung für die ganz große Telenovela über die Zeit in  Familien, die sich streiten und wieder vertragen.
Ist das Theater vorbei, wird es Zeit, ins Bett zu gehen.  
Was Dirko Schröder sich wünscht? Ne Freundin wär schon schön. 
Das wären dann wirklich gute Zeiten.
 
Foto: Dirko Schröder hat im Lager alles im Griff.   


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