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Die Krankenschwester mit den vielen Kindern


       04.12.2017 - Die Leiterin der Kita „Lewitz-Zwerge” geht nach 45 Arbeitsjahren in den Ruhestand
Ludwigslust • Das Foto in der Kita „Lewitz-Zwerge” im Rennbahnweg 8 ist schnell gemacht. Kinder der Schmetterlings-Gruppe schmiegen sich dicht an Regina Badel, setzen sich auf ihren Schoß und legen die Arme um sie. Hach, diese Augenblicke vermisst sie schon jetzt. Ende Dezember wird die 62-Jährige, die seit vielen Jahren die sonderpädagogische Einrichtung für körper- und mehrfachbehinderte Kinder leitet, in den Ruhestand gehen.

Seitdem Regina Badel ihren letzten Arbeitstag beinahe schon greifen kann, kommen auch all die Bilder aus ihrem Arbeitsleben wieder, die die ruhige Frau mit einem weinenden und einem lachenden Auge betrachtet. Weinend, weil dieser Beruf „ihr Ding” war und sie sich nichts anderes vorstellen kann, als mit behinderten Menschen zu arbeiten. Lachend, weil sie jetzt, trotz eigenem Schwerbehinderten-Ausweis, hoffentlich noch lange gesund mit ihrer Familie verbringen kann.
Regina Badel erinnert sich an ihren Berufswunsch nach der Schulzeit in Warin: Krankenschwester. Nach vielen Bewerbungen wurde sie im Ludwigsluster evangelischen Krankenhaus „Stift Bethlehem” angenommen und legte nach ihrer Ausbildung 1975 ihr Examen ab. Im selben Jahr heiratete sie auch ihren Udo, einen aufmerksamen, schlanken Mann mit schwarzem Haarschopf, den sie drei Jahre zuvor beim Tanzen kennenlernte.
Eigentlich wollte sich die junge Frau zur Hebamme weiterqualifizieren. Doch die Umsetzung eines Ministerratsbeschlusses in Ludwigslust stellte die Weiche in eine andere Richtung. 1976 wurde die „Tagesstätte für förderungsfähige Kinder” in der Friedrich-Naumann-Allee eröffnet. Die Zeitung berichtete damals: „Hier werden 15 Kinder aus Ludwigslust und Umgebung in drei Gruppen von fünf ausgebildeten Mitarbeiterinnen des Gesundheitswesens ... betreut.” Eine von ihnen ist Regina Badel. Und sie hat nun ihren Traumberuf gefunden.
Die erste Zeit ist recht schwierig. Öffentlich wird kaum wahrgenommen, dass es auch körperlich und geistig behinderte Menschen gibt. „Teilweise wurden wir wie Außerirdische betrachtet”, sagt Regina Badel. „Da gab es hässliche Szenen, aber auch viele gute. So kam einmal extra eine Frau aus einem Geschäft auf die Straße gelaufen, um den Kindern Süßigkeiten zu schenken.” Irgendwann jedoch gehören die Mädchen und Jungen mit Handicap und ihre Betreuerinnen zum Stadtbild.
1982 zieht die „bunte Truppe” an ihren jetzigen Standort. Nach der Wende wird Regina Badel, nun bereits selbst zweifache Mutter, kommissarisch zur Kita-Leiterin ernannt.
1992 übernehmen die gerade gegründeten Lewitz-Werkstätten die Trägerschaft der Einrichtung. Mit den Jahren rückt die Betreuung behinderter Menschen immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Politische und gesellschaftliche Vorgaben und Rahmenbedingungen lassen auch die Anforderungen an die Betreuer in der Kita steigen. Alle qualifizieren sich zusätzlich zu Heilerziehungspflegerinnen. 
Auch das Haus wird mehrmals umgebaut und auf die Bedürfnisse der kleinen Gäste angepasst. Neue Decken werden eingezogen, der Fußboden neu verlegt, Schwellen und andere Hindernisse beseitigt. Die alten Nachtspeicheröfen sind nun ebenfalls Geschichte. 
Heute ist die Kita, die seit 2012 „Lewitz-Zwerge” heißt, eine modern ausgestattete Einrichtung mit hellen Räumen und einem neuen Spielplatz, in der 30 Kinder betreut werden. 
Regina Badel wird jedes einzelne vermissen. Und natürlich das Team. „Ich habe mit allen gern zusammengearbeitet. Jeder steht hier für den Anderen ein. Besonders möchte ich mich bei meiner Stellvertreterin Simone Drewanz bedanken.”
Für die letzten Arbeitstage hat sie sich bereits Taschentücher eingepackt. Die Vertreter der Lewitz-Werkstätten haben sich angemeldet, Therapeuten und Amtsärzte sind eingeladen. Ganz zum Schluss bittet sie ihr Team ins Linden-Café. Dann werden die alten Geschichten noch einmal erzählt.
Natürlich, ist sich Regina Badel sicher, haben die Kinder etwas vorbereitet. „Wahrscheinlich gibt es noch ein oder zwei Lieder.” Der Satz kommt etwas brüchig über ihre Lippen. Die Augen glänzen.   

Foto: Regina Badel (vorn rechts) im Betreuerteam der ersten Stunde. Damals noch in der Friedrich-Naumann-Allee.
 


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